Teilprojekt A02

Altägyptische Philologie

Die altägyptische Philologie mit ihren Akteuren, Institutionen und Techniken ist seit dem 3. Jtsd. v. Chr. deutlich nachweisbar. Insbesondere Texte mit einer jahrtausendelangen Überlieferung ermöglichen Einsichten in philologische Verfahrensweisen und Praktiken.

Das Corpus der altägyptischen Pyramidentexte, aber auch der davon nicht zu trennenden Sargtexte, bildet den Gegenstand der Untersuchungen des Teilprojektes. Von ca. 900 Pyramidentextsprüchen des Alten Reiches (2686–2125 v. Chr.) wird nur ein Teil (ca. 400) im Mittleren Reich (2055–1650 v. Chr.) weiter genutzt, manche Sprüche werden aufgegeben. In der Spätzeit (664–332 v. Chr.) sind noch ca. 235 Sprüche nachweisbar, manche davon sind aber nur aus dem Alten Reich und nicht aus dem Mittleren Reich bekannt. Der Transfer stellt sich somit durch die Zeiten nicht geradlinig, sondern komplizierter dar. Es soll geklärt werden, welche Gründe zu diesem selektiven Transfer führten, welche Mechanismen dabei griffen, welche Akteure und Institutionen an der Entscheidung der Reduzierung des Textbestandes sowie der Neukontextualisierung bzw. Nicht-Neukontextualisierung einzelner Sprüche und Spruchfolgen beteiligt waren, welche philologischen Techniken und Methoden benutzt wurden.

Projektteam

Teilprojektleitung

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Studentische Hilfskraft

Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dr. Antonio J. Morales

Ehemaliger Wiss. Mitarbeiter (A02)

Dr. Antonio J. Morales

Dr. Rune Nyord

Ehemaliger Wiss. Mitarbeiter (A02)

Rune Nyord

Michaela Engert

Ehemalige Wiss. Mitarbeiterin (A02)

Michaela Engert