Teilprojekt C08

Vermittlung kommunikativer Alltagsroutinen im Kontext sprachlicher Diversität in der Frühen Neuzeit

Dieses Projekt untersucht die Art und Weise, wie konventionalisierte kommunikative Praktiken – z. B. Grüße, Anredeformen und andere Höflichkeitsfloskeln sowie formal wenig variable Ausprägungen von Sprechakten, wie Aufforderungen und Entschuldigungen – in der Frühen Neuzeit (15.–17. Jahrhundert) in den ersten Lehrwerken für Moderne Fremdsprachen mit Deutsch-Anteil vermittelt wurden. Dabei geht es zum einen um das explizit unterrichtete Sprachwissen (in Bezug auf Vokabular und Grammatik, vor allem jedoch in Bezug auf die in Musterdialogen vorgeführten kommunikativen Alltagsroutinen), zum anderen soll aber auch auf das explizit Thematisierte, d.h. teils vorausgesetzten und teils unterschwellig übertragenen Alltagswissen über Gesprächsverhalten(smuster) liegen. Besonderes Augenmerk verdienen in diesem Zusammenhang die oft mehrfach gestaffelten Neukontextualisierungen des Materials, die sowohl bei der Anwendung auf neue Sprachen als auch bei der Aktualisierung anlässlich von Neuauflagen erfolgt sind. Zu diesem Zweck ist das langfristige Ziel dieses Teilprojekts auch die Erstellung eines mehrsprachigen Parallelkorpus von Sprachlehrbüchern der Frühen Neuzeit.

Projektteam

Teilprojektleitung

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Studentische Hilfskraft