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Traditionen der materia medica

16.06.2021 - 18.06.2021

Das Ziel unserer Minikonferenz ist, der Hypothese nachzugehen, dass Galens pharmakologische Schriften – De Simplicium Medicamentorum Facultatibus, De Compositione Medicamentorum per Genera, De Compositione Medicamentorum Secundum Locos – ein Momentum, bzw. einen Impuls, in der Geschichte der theoretischen Pharmakologie darstellen. Einen Impuls, der zu Intensivierung der pharmakologischen Forschung geführt und die Pharmakologie als Fach auf eine neue theoretische Ebene gebracht hat.

Um dieser Frage nachzugehen und zu untersuchen, was wir als “Oikonomien” des pharmakologischen Wissens vor und nach Galen (2. Jahrhundert n. Chr.) definieren, bringen wir ein internationales Expertenteam zusammen. Diese “Wissensoikonomien” umfassen: (1) Die Hellenistische “vorgalenische” Periode, etwa nach Herophilus (3. Jahrhundert v. Chr.), wenn als Folge der mehr und mehr verbreiteten Anwendung von Arzneimitteln die pharmakologische Theorie und Praxis einen entscheidend neuen Weg nahm. (2) Das Galenische Werk, das ein neues intensives Forschungsinteresse an der Pharmazie hervorbrachte, und dessen Auswirkung auf die großen medizinischen “Enzyklopädisten” wie Oribasius (4. Jahrhundert n. Chr.), Aetius von Amida (5./6. Jahrhundert n. Chr.) und Paulos von Aigina (6./7. Jahrhundert n. Chr.).

Die Konferenz ist daher als eine Case Study zum Thema Momentum als zentrales Wissenstransfer-Konzept in der antiken Medizin angelegt und bietet einen Einblick in die aktuelle Forschung zur griechischen, ägyptischen, römischen und arabischen Pharmakologie.


Teilnehmer*innen:

Petros Bouras-Vallianatos, Edinburgh
Sean Coughlin, HU
Costanza De Martino, HU
Anne Grons, FU
Alessia Guardasole, CNRS
Maximilian Haars, Marburg
Amber Jacob, NYU
Krzysztof Jagusiak, Łódź
Maciej Kokoszko, Łódź
Andreas Lardos, Zurich
David Leith, Exeter
Caterina Manco, Paul Valéry - Montpellier
Manuela Marai, Warwick
Matteo Martelli, Bologna
Simone Mucci, Warwick
Caroline Petit, Warwick
Lucia Raggetti, Bologna
Zosia Rzeźnicka, Łódź
Christine Salazar, HU
Peter Singer, Chronoi
Konrad Tomasz Tadajczyk, Łódź
Laurence Totelin, Cardiff
John Wilkins, Exeter
Barbara Zipser, Royal Holloway
Effie Photos-Jones, Glasgow

Zeit & Ort

16.06.2021 - 18.06.2021

Sie können sich unter info@sfb-episteme.de registrieren und erhalten dann einen Zugangslink. Um sich anzumelden, senden Sie uns bitte Ihren Namen und Ihre Zugehörigkeit sowie eine kurze Nachricht, in der Sie Ihr Interesse an der Konferenz beschreiben.

Weitere Informationen

Dr. Sean Coughlin
SFB 980 Episteme in Bewegung
Institut für Klassische Philologie
Humboldt-Universtität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Email: sean.coughlin@hu-berlin.de

                               

Dr. Christine Salazar
SFB 980 Episteme in Bewegung
Institut für Klassische Philologie
Humboldt-Universtität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Email: christine.salazar@hu-berlin.de

                 

Elizaveta Shcherbakova
Berlin Graduate School of Ancient Studies
Research Training Group: Philosophy, Science and the Sciences
Institut für Klassische Philologie
Humboldt-Universtität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Email: elizaveta.shcherbakova@hu-berlin.de