Things in Medieval Literature, Society, and the Visual Arts

Interdisziplinärer und internationaler Joint Workshop des germanistischen Teilprojekts B02 „Das Wunderbare als Konfiguration des Wissens“ in Zusammenarbeit mit dem German Department der Stanford University, 10./11. September 2018

09.10.2018

Posterausschnitt

Posterausschnitt
Bildquelle: Nibelungenlied. Hundeshagenscher Kodex. Der Nibelungenhort wird nach Worms gebracht. 15. Jh., Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Der interdisziplinäre und internationale Joint Workshop, organisiert vom germanistischen Teilprojekt B02 „Das Wunderbare als Konfiguration des Wissens in der Literatur des Mittelalters“ (Leitung: Prof. Dr. Jutta Eming) in Zusammenarbeit mit Prof. Kathryn Starkey von der Stanford University, brachte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler des SFB 980 (Teilprojekte B01 (Anglistik), B02 (Germanistik), B04 (Kunstgeschichte)) mit solchen verschiedener Disziplinen der Stanford University miteinander ins Gespräch. Der Workshop verfolgte das Ziel, verschiedene Darstellungen und Gebrauchsformen von Dingen in Literaturen und bildenden Künsten des Mittelalters anhand von Fallbeispielen zu diskutieren. Im Rekurs auf heuristische Angebote der Akteur-Netzwerk-Theorie, auf jüngerer Diskussionen um Medialität und Materialität sowie auf wahrnehmungs- und kunsttheoretische Ansätze standen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie verbinden sich Objekte und ihre Nutzer zu komplexen Assoziationen? Welchen Anteil haben Objekte an Prozessen der Vergemeinschaftung? Wie werden Dinge im Zuge ihres Gebrauchs wahrgenommen und wie werden solche Wahrnehmungsvorgänge präsentiert? Welche sensorischen, emotionalen und kognitiven Prozesse lösen Dinge, gerade auch in ihrer spezifischen Materialität, aus und auf welche unterschiedlichen Weisen kommt ihnen damit eine wissensvermittelnde Funktion zu?

Der Workshop bildete den Auftakt einer Kooperation der Arbeitsgruppen aus Berlin und Stanford, die in den folgenden Monaten fortgesetzt wird und deren Ergebnisse in einer englischsprachigen Publikation zugänglich gemacht werden.