Kunstvolle Verse. Stil- und Versreformen um 1600 und die Entstehung einer deutschsprachigen ‚Kunstdichtung‘

Buchumschlag

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Volkhard Wels – 2018

Kunstvolle Verse ist einer neuen Interpretation der „Poeterey“ (1624) von Martin Opitz gewidmet, also der ‚Entdeckung‘ des Prinzips der Stammsilbenbetonung und der Einführung einer alternierenden Metrik. In der Untersuchung von Volkhard Wels wird die Versreform dabei nicht wie in vielen literarhistorischen Darstellungen isoliert beschrieben, sondern in den Kontext ähnlicher Reformbestrebungen eingebettet, vor allem aber in einen europäischen Rahmen gestellt. Ihre Vorläufer genauso wie ihre Rezeption und Weiterentwicklung in den fol-genden Jahrzehnten werden an den Quellen verfolgt. Auch das metrische Wissen aus der „Poetery“ wird im Rahmen einer Wissensgeschichte dieser Zeit betrachtet. Es wird sowohl in seinen sozialhistorischen wie in sei-nen musik-, sprach- und stilgeschichtlichen Kontexten beschrieben. Sogar die konfessionellen Auseinander-setzungen der Epoche spiegeln sich in der Verstechnik. Wels verfolgt durchgängig auch die tatsächliche Um-setzung der Regeln in der Dichtung und illustriert sie an zahlreichen Beispielen. Auf diese Weise liefert das Buch wichtige Bausteine für eine Geschichte der Dichtung im 17. Jahrhundert und gibt abschließend einen Ausblick auf die Verstechniken des 18. Jahrhunderts, wie sie mit den Namen von Klopstock und Herder verbunden sind.

Titel
Kunstvolle Verse. Stil- und Versreformen um 1600 und die Entstehung einer deutschsprachigen ‚Kunstdichtung‘
Verfasser
Volkhard Wels
Verlag
Harrassowitz
Datum
2018
Erschienen in
Episteme in Bewegung. Beiträge zur einer transdisziplinären Wissensgeschichte, Bd. 12.
Art
Text

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